LOSUNG DES TAGES

Bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte.

Psalm 130,4

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Der Schock über die Terrortat vom letzten Mittwoch versetzt noch immer viele Menschen in Angst und Schrecken. Nachdem am letzten Wochenende in zahlreichen Kirchen in und um Hanau Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen stattfanden, lädt die Evangelische Kirche eine Woche nach der Tat ein zu einem zentralen Friedensgebet in der Marienkirche Hanau am Mittwoch um 20.00 Uhr. Landesbischöfin Dr. Beate Hofmann und Dekan Dr. Martin Lückhoff werden das Gebet leiten, welches die Hanauer Kantorei unter der Leitung von Christian Mause musikalisch begleiten wird. Die Einladung richtet sich über konfessionelle Grenzen hinweg an alle Menschen, denen der Frieden in der Gesellschaft am Herzen liegt.

Text: Dr. Martin Lückhoff

Ihnen allen, wo immer Sie auch gerade sein mögen, was Sie bewegt, welche Sorgen oder Freuden Sie bei sich tragen, allen Gemeindegliedern und ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde, allen Freunden nah und fern und auch allen, die nicht zu den Freunden gehören, Großen und Kleinen wünsche ich ein gesegnetes, friedvolles, gnadenreiches Weihnachtsfest.

Falls Sie es suchen wollen - das Geschenk Gottes: es liegt in aller Regel nicht unterm Baum. Nur manchmal. Meist liegt es in irgendeiner Krippe, auf der Straße, am Rande, in der Gosse, oft an Orten, die wir liebevoll "Heime" nennen und die so gar nicht wie zuhause sind, und ganz bestimmt auch dort, wo's nicht ganz so reinlich und gemütlich ist. Gott ist da sehr eigenwillig, aber durchaus sehr, sehr großzügig. Gott verschenkt seine Liebe. Er schenkt uns sein Leben.

Ihr Pfarrer Alfred Vaupel-Rathke 

Am Freitag, dem 8. November 2019 führen die Bergen-Enkheimer Evangelische Kirchengemeinde, die  Initiative Stolpersteine und die Katholische Kirchengemeinde Heilig Kreuz eine Veranstaltung zum Gedenken an die Bergen Opfer der NS-Verfolgung durch.
Um 19 Uhr findet eine Gedenkzeremonie gegenüber dem Standort der ehemaligen Synagoge in der Conrad-Weil-Gasse 6 statt.
Um 19.30 Uhr wird der freie Autor und Journalist Armin H. Flesch im Evangelischen Gemeindezentrum Bergen, Am Königshof 5 einen Vortrag halten unter dem Titel:
"Die Erben der Arisierung, vom Umgang heutiger Eigentümer mit der NS-Vergangenheit ihrer Firmen und Familien."
Er wird sich dabei auch der Zerstörung der Berger Synagoge und deren Folgen widmen.
Interessenten haben die Gelegenheit, ihre Fragen zum Vortrag zu stellen.
Die Veranstalter würden sich über eine rege Beteiligung freuen.

Text: Edith Haase

39 frohgemute Teilnehmer starteten pünktlich um 8:15 Uhr mit dem Bus von Bergen-Enkheim nach Worms. Fahrer und Fahrzeug waren vorbildlich. Zum Beginn wurde ein Morgengebet gesprochen. In Worms am Neumarkt angekommen, schauten wir uns zuerst den Siegfriedbrunnen an, eine große Brunnenanlage vom Beginn des 20. Jhs. mit dem Drachentöter auf der Spitze, gestiftet von der Familie von Heyl. Worms ist der Mittelpunkt des Nibelungenliedes, geschichtlicher Kern: der Stamm der Burgunder lebte Anfang des 5. Jhs. für eine Generation hier.
Dann ging es weiter zum Dom St. Peter. Dort begrüßte uns Dompropst Tobias Schäfer. Seine Dom-führung, durchaus auf unsere ökumenische Gruppe abgestimmt, war einfach legendär. Abschließend zeigte er uns den erstaunlichen neuen Altar in der Vierung, dem Herz des Domes. Er wurde unter der Anleitung von Künstlern von vielen Freiwilligen der Domgemeinde aus vielen Schichten gestampfter Erde hergestellt und anschließend geschliffen. Sehr beeindruckt hat uns auch die Statue des Petrus am barocken Hochaltar, festgehalten der Augenblick als der Hahn nach der dritten Verleugnung Petri kräht.
Die Führung ging fast nahtlos über in das Ökumenische Mittagsgebet. Wir hatten das Privileg im Chorgestühl des Domes zu sitzen, für uns alle ein ganz besonderes Erlebnis. Die Andacht wurde von der evangelischen Ökumene-Pfarrerin Dr. Erika Mohri geleitet und war eingebettet in die gerade startende Interkulturelle Woche. Deshalb sprach auch ein Vertreter der muslimischen Gemeinde über seine überwiegend positiven Erfahrungen in Kindheit und Jugend als Migrantenkind in Worms.
Nach dem abschließenden Choral „Großer Gott wir loben Dich“, den die türkischstämmigen muslimischen Mitbürger in der Sprache ihrer Eltern mitsangen, ging es mit dem Bus bei bestem Wetter zum Rheinufer ins Gartenlokal. Das Mittagessen war vorbestellt, der Service klappte reibungslos.
Anschließend zum Jüdischen Viertel, Führung in zwei Gruppen durch Synagoge und Jüdisches Museum im Raschi-Haus. Die beiden Fremdenführerinnen machten ihre Sache ausgezeichnet. In Worms entstand bereits 1034 das wahrscheinlich älteste Gebetshaus in Deutschland. In der Progromnacht 1938 brannte die Synagoge vollständig aus. Der Wiederaufbau bis 1961, verstanden als nationale Aufgabe, konnte und kann nichts wieder gut machen, was der Gemeinde nach 1933 angetan wurde.
Nach dem Spaziergang zum Obermarkt verweilten wir kurz vor dem „Schicksalsrad“, eine 5 m hohe Bronzeskulptur des Wormser Künstlers Gustav Nonnenmacher. Auf der Vorderseite als Relief dargestellt: Das Auf und Ab der Wormser Geschichte vom Überfall auf die keltische Urbevölkerung bis zur Bombardierung der Altstadt im Februar und März 1945 und schließlich der Gegenwart mit dem Narren vor dem Kernkraftwerk auf der anderen Rheinseite. Die Rückseite des sich langsam drehenden Rades illustriert die Feste, die die Wormser das Jahr über feiern.
Kaum Zeit für einen Kaffee oder ein Eis blieb uns, weil uns um 17 Uhr der evangelische Dekan Harald Storch am großen Lutherdenkmal erwartete. Seine Führung war engagiert, kompetent und sehr lebendig. Luther steht überlebensgroß in der Mitte des Denkmals, umgeben von vier Frühreformatoren direkt zu seinen Füßen und flankiert von den Großfiguren: seine Beschützer Friedrich III. von Sachsen, der Weise und Landgraf Philipp I. von Hessen, der Großmütige.
Am Heylshof, einem respektablen Kunstmuseum mit Park, besuchten wir die Stelle, wo einst der Bischofspalast stand. Dort musste sich 1521 Martin Luther während des Reichstags vor dem blutjungen Kaiser Karl V. verantworten. Die Kernaussage Luthers und die Stellungnahme Karls V., der um die Einheit des Reiches und den Frieden mit der Kirche fürchtete, sind durch das damalige Sitzungsprotokoll verewigt und dort in zwei Schrifttafeln angeschlagen. Zwei von uns lasen den Text laut im Wechsel vor.
Danach haben wir uns die Magnuskirche von außen angeschaut. Sie gilt als älteste lutherische Kirche in Südwestdeutschland: Hier wurde schon 1520 im Sinne Luthers gepredigt.
Endstation war die Dreifaltigkeitskirche, größte protestantische Kirche in Worms, einst erbaut als Gedächtniskirche der Reformation mit architektonischen Elementen der Frankfurter Katharinenkirche. Diese Kirche wurde 1945 durch einen Luftangriff zerstört und bis 1959 wiederaufgebaut; außen weitgehend historisch, während der Innenraum modern gestaltet wurde. Hier kam die Teilnehmergemeinde zum Abschluss des Tages noch einmal zu Ruhe und Besinnung. Die Ehepaare Klinger und Porth hatten eine Abendandacht vorbereitet mit Texten, ausgearbeitet von der ökumenischen Kommunität Iona in Schottland und dem Gebet für die Einheit der Christen aus dem Fuldateil des Gotteslobes. Für unsere beiden Chorsängerinnen war das Anstimmen der beiden Lieder a cappella kein großes Problem, für die beiden dilletierenden Männer eher eine Heraus-forderung. Aber unsere kleine Gemeinde hat dann kräftig mitgesungen.
Kurz nach 20 Uhr waren alle heil in Bergen-Enkheim zurück, ein denkwürdiger Tag ging zu Ende.
Herzlichen Dank gebührt unseren beiden Gemeindesekretärinnen Anna Kneipp und Susanne Staab-Kluger für die Hilfe bei den Vorbereitungen und Anmeldungen.
Foto: Volker Weil
Text: Wolfgang Porth

Das amtliche Endergebnis der Kirchenwahlen am 22. September für die Kirchengemeinde Bergen-Enkheim liegt vor. Von 3723 Wahlberechtigten haben 616 das Wahlrecht wahrgenommen. 349 Wählerinnen und Wähler haben das Online-Verfahren genutzt, 55 hatten Briefwahl beantragt und 212 Wählerinnen und Wähler sind am Sonntag zur Wahlurne gegangen. Die Wahlbeteiligung liegt bei knapp 17%.

Von den abgegebenen Stimmen entfielen auf
Frau Simone Rügamer   377 Stimmen
Herrn Walter Fix   343 Stimmen
Herrn Lukas Göbel   337 Stimmen
Herrn Maximilian Schroeder   331 Stimmen
Frau Christine Schmidt-Gärtner   328 Stimmen
Herrn Michael Glaser   325 Stimmen
Herrn Dr. Florian Bode   317 Stimmen
Frau Judith Süßenberger   316 Stimmen
Frau Mareen Pelster-Frank   310 Stimmen
Frau Carina Elstner   285 Stimmen
Frau Caroline Maier   285 Stimmen
Herrn Bernhard Thomas   285 Stimmen
Frau Dörte Diederichs-Rolfes   272 Stimmen
Herrn Norbert Wied   242 Stimmen
Frau Frauke Schneider   240 Stimmen
Frau Andrea Lee   201 Stimmen

Die ersten zwölf Gewählten sind die neuen Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher unserer Kirchengemeinde. Herzlichen Glückwunsch!

Mein Dank gilt auch allen denen, die gewählt haben. Die Wahlbeteiligung in Bergen-Enkheim war noch nie so hoch.
Mein Dank gilt vor allem auch den Damen und Herren der Wahlvorstände, die die Wahl geleitet und durchgeführt haben.
Text: Alfred Vaupel-Rathke