LOSUNG DES TAGES

Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HERRN, unsres Gottes.

Psalm 20,8

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Brief an die Gemeinde

Ist das denn zu fassen?

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Dass Jesu verraten, verleugnet, verlassen wurde von seinen Freunden. Dass Jesus für schuldig befunden wurde. Dass er gekreuzigt wurde und starb. Dass da die Erde bebte.
Ist das denn zu fassen?


Dass drei Tage später, am Ostersonntag, die Erde schon wieder heftig bebt. Dass ein Engel das Grab öffnet und sich seelenruhig auf den Grabstein setzt und auf die Frauen wartet, die den Gekreuzigten salben wollen als letzten Liebesdienst. Dass der Engel, ist es der Weihnachtsengel?, die Frauen anspricht: „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. … und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten….“(Mt 28, 5.6) Dass die Frauen gleichzeitig mit Furcht und großer Freude den Auftrag ausführen. Dass die Jünger den Frauen aber nicht glauben. Dass sie es mit eigenen Augen sehen müssen – das leere Grab.
Ist das denn zu fassen?


Dass alle vier Evangelisten vom leeren Grab erzählten, weil so viele anderen ihnen davon erzählten. Dass sie alle irgendwie anders erzählen. Dass sie von den Zeugnissen damals berührt sind und mit ihren Worten Menschen bis heute anrühren. Dass wir bis heute von der Auferstehung erzählen. Dass wir das Leben feiern an Ostern, das wie abgestorben wirkte. Dass wir Ostern feiern, auch wenn unser Verstand die Auferstehung nicht wirklich erklären kann. Dass wir aber auch die Liebe nicht wirklich fassen können.
Ist es denn zu fassen?


Dass die Liebe das letzte Wort hat und nicht der Tod. Dass dem Tod die Macht entrissen ist – ein für alle Mal. Dass die Jüngerinnen und Jünger nicht über den Tod Jesu verzweifelten. Dass sie sich von den unglaublichen Geschichten vom leeren Grab bewegen ließen. Dass sie nicht den Glauben an die Liebe Gottes verloren haben. Dass sie Kraft gefunden haben, mit dem Schweren des Lebens, auch mit dem Tod fertig zu werden. Dass sie begonnen haben für das Leben aufzustehen. Dass sie Momente eines neuen Lebens spürten und davon erzählten. Dass es bis heute Menschen gibt, die mir von Auferstehung und Neuanfängen erzählen.