LOSUNG DES TAGES

Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HERRN, unsres Gottes.

Psalm 20,8

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Brief an die Gemeinde

Brief im Sommer 2018

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Sommer.
Ferien. Urlaub. Entspannen. Keine Termine. Nicht für Klassenarbeiten lernen. Keine Hausaufgaben. Kein Büro. Der Schreibtisch verwaist. Zuhause in der Hängematte liegen und höchstens einen Krimi lesen. Und wenn dann noch die Sonne lacht und im Hintergrund das Meer rauscht… Sommer!


Sommer.
Arbeitsreiche Zeit für Bauern und Landwirte, Gärtner und Hobbygärtner: wässern, düngen, umgraben, auflockern, Unkraut jäten, ernten, verarbeiten, den Boden für die nächste Saat vorbereiten.
Meine Großmutter hat im Sommer nie Urlaub gemacht, weil sie in ihrem großen Garten so viel zu tun hatte. Wenn sie mich um 10 Uhr mit einem Frühstück geweckt hat, hatte sie schon vier Stunden im Garten gearbeitet… Sommer!


Sommer.
Der Sommer des Lebens.  Schon die Bibel weiß, dass der Sommer eine emsige Zeit ist: Geh zur Ameise, du Fauler, betrachte ihr Verhalten und werde weise! ...Und doch sorgt sie im Sommer für Futter, sammelt sich zur Erntezeit Vorrat. (Sprüche 6,6.8) Oder auch: Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Mensch; in Schande gerät, wer zur Erntezeit schläft. : (Sprüche 10,5).
Wer also den Sommer verschläft und nichts an Früchten sammelt, hat nichts für den Herbst und erst recht nichts für den Winter.
Und Paul Gerhard beschreibt in einem meiner Lieblingslieder mit wunderbaren Worten die Geschäftigkeit und Lebendigkeit der Tiere und Pflanzen im Sommer. Es lohnt sich, finde ich, alle 15 Strophen von EG 503 „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit“ mal zu lesen, am besten mal zu singen. Man spürt die Begeisterung des Lieddichters für Gottes Schöpfung. Und er lässt sich anstecken: er kann und mag nicht ruh´n, weil Gott ihm alle Sinne erweckst (Strophe 8). Er bittet Gott um Segen, dass er ihm stetig blühe und Glaubensfrüchte ziehe. Sommer!


Sommer.
Um´s Leben geht´s. Um das, das wir ganz leicht verpassen können, wenn wir nur auf der faulen Haut liegen, wenn wir nichts tun, weil es uns zu mühsam, nicht lohnenswert erscheint. Wenn wir andere für uns machen lassen. Wenn wir nichts tun für Gottes gute Schöpfung, nichts für den, der unsere Zuwendung braucht, nichts für den Frieden, auch nichts für unsere Seele, dass sie wieder auftanken kann. Dabei kann Nichts-tun ganz anstrengend sein: nur eine Sache in den Blick nehmen: in der Hängematte liegen – sonst nichts. Krimilesen – sonst nichts. Cappuccino trinken – sonst nichts. Mit Freunden, mit der Familie an einem Tisch sitzen und essen und reden – sonst nichts. Was da alles passieren kann! Welche tollen Ideen sich da in einem einnisten! Wie viel Kraft einem zufließt – vom Nichts-tun. Um dann zu wachsen und Früchte zu tragen, wozu Jesus lockt, wenn der Evangelist Johannes über ihn schreibt: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. (Joh 15,5). Sommer!

 

Sommer.
Lebenszeit. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen wo immer Sie sind, was immer sie tun - auf dem Feld, im Garten, am Schreibtisch, in der Werkstatt, in der Fabrik, im Urlaub - Zeiten des Nichts-Tuns.